Mittwoch, 4. Januar 2012

Vorstellung und meine Motivation

Im offiziellen Anti-Reichsdeppen-Forum habe ich einen Text verfasst, in dem ich mich selbst vorstelle und meine Motivation, gegen Reichsideologen zu kämpfen, erläutere. Diesen Text möchte ich hier ebenfalls veröffentlichen:

Hallo Forum!

Ich möchte mich kurz vorstellen: Ich nenne mich Norens - wie ich auf diesen Nick gekommen bin, weiß ich nicht - und komme aus Hessen.

Vor Jahren bin ich mal auf die berühmte KRR-FAQ gestoßen, da ich mich sehr für deutsche Geschichte interessiert hatte. Ich fand die Texte sehr interessant, konnte mir aber nie vorstellen, dass es wirklich Menschen gibt, die diesen Reichsunsinn wirklich glauben. Obwohl ich die Texte sehr interessant fand, war das Thema als solches bald für mich ad acta gelegt.

Ich sehe mich von meiner politischen Richtung als liberal (im ursprünglichen Sinne, bspw. im Sinne von Hayek) mit konservativen Ansätzen. Ich sehe mich sogar konservativer als die CDU an, lehne aber alles Totalitäre ab (für mich ist der höchste Wert die Freiheit des Einzelnen, die durch Nationalsozialimus und Kommunismus nicht mehr gewährleistet ist) und stehe auf dem Boden des Grundgesetzes, das ich für die beste deutsche Verfassung halte. Im GG sehe ich zwar Verbesserungspotenzial (ich wünsche mir z.B. mehr direkte Demokratie), aber es ist wie gesagt im Kern eine gute Verfassung.

Nun ist so, dass ich mich gerne in konservativen Weblogs aufhalte. Jedoch sind diese Weblogs auch ein Magnet für Nazis und Reichsideologen. Nazis werden dort oft sofort rausgeworfen (man erkennt sie oft an ihrer antisemitischen Gesinnung), aber gegen Reichsideologen tut man nichts. Ich halte diese für schädigend, da u.a. sie schuld daran sind, dass man Konservative nicht ernst nimmt.
Ich erinnerte mich bei den gerne aufkommenden Thesen (GG keine Verfassung, ohne Artikel 23 kein GG usw.) an die KRR-FAQ und machte die Reichsideologen auf ihre Argumentationsfehler aufmerksam. Aber wie Frank Schmidt in der KRR-FAQ schon schrieb, ist eine normale Diskussion hier nicht möglich. Man wird beschimpft ("Norens lügt!", "Verschwinde, du Troll!") und die Argumente werden mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt ("Wikipedia und ein Blog als Argumentationsgrundlage?", "Alles nur Halbwissen!", "Wieso Verfassungsgericht, es gibt doch keine Verfassung!"). Einmal kamen sogar so wüste Beschimpfungen (gegen meinen Nick), dass ich vorsichtshalber einige Texte über den Themenkomplex, die ich einige Tage zuvor unter meinem richtigen Namen (!) veröffentlicht habe, vorsichtshalber sofort zurückzog. Die Texte habe ich später anonym unter meinem Nick neu veröffentlicht. Geschrieben habe ich diese, weil ich meine Sicherheit über dieses Wissen damit festigen wollte.

Unter diesem Eindruck habe ich daraufhin mich wieder mehr mit der Reichsideologen-Thematik beschäftigt, habe Franks "angereichert", Reichlings Blog und dieses Forum entdeckt und konnte mein Wissen verbessern.

Meine Motivation ist wie gesagt, dass ich Reichsideologen als schädigend für (ernstzunehmende) konservative Weblogs und Politik sehe und ihnen die Argumente entkraften möchte. Ich hoffe, dass ich aus diesem Forum entsprechend zusätzliches Wissen beziehen kann.

So, das wars jetzt erst mal von mir :)

Grüße
Norens

Freitag, 25. November 2011

Meine Meinung zu PI

Meine Meinung zu PI hat sich mittlerweile grundlegend geändert, weshalb ich den Inhalt dieses Artikels entfernt habe. Meine neue Meinung zu PI wird in einem eigenen Artikel beschrieben:
Meine neue Meinung zu PI

Mittwoch, 23. November 2011

Was ist ein Reichsdepp?

Nachdem ich bei PI-News neulich (durchaus erfolgreich) auf Reichsideologen- resp. Reichsdeppen-Jagd gegangen bin, wurde ich dort gefragt, was denn ein Reichsdepp eigentlich ist. Benatrevqre hat das bei angereichert sehr schön zusammengefasst:
Die Reichsdeppen und -ideologen sind Spinner, die sich mit absurden und abwegigen Ansichten in purer Selbstüberschätzung an eine laienhafte Auslegung von Gesetzen und Gerichtsentscheidungen heranwagen, diese in der Regel in grotesker Art und Weise in ihr Gegenteil uminterpretieren, Zitate aus ihrem Kontext reißen, um diese dann auf Biegen und Brechen in ihre ideologisch verblendete und wahnhaften Reichsfantasien hinzuzwängen. Es sind schlicht geisteskranke Menschen, teils auch einfach nur sozial, familiär und finanziell gescheitert. Sie suchen die Schuld anderswo als bei sich selbst. Sie meinen, sie könnten sich über Recht und Gesetz stellen, indem sie der Bundesrepublik Deutschland ihre unstrittige Staatlichkeit absprechen und weitere schwachsinnige Thesen – sei es wirr, sei es antisemitisch – unter "ihr" meist braunes Völkchen bringen.
Das fasst denke ich mal die Thematik "Reichsdeppen" gut zusammen.

Auch gut ist folgender Kommentar von Mechaniker bei Reichling:
Propaganda und Lügengeschichten sehe ich immer nur bei den Reichsdeppen. Je tiefer man dort gräbt umso kruder wird es. Am Ende bleibt nichts mehr übrig was argumentativ verwertbar wäre. Man muß schon einen IQ unter 50 und einen Intellekt der sechten Schulklasse haben um diesen ganzen Schwachsinn für bare Münze zu nehmen. Dt. Reich existiert noch, die BRD ist eine GmbH, Deutschland hat keinen Friedensvertrag, Deutschland liegt unter Besatzerrecht, Deutsche sind Personal, usw. usf. Nichts davon stimmt im Gesamtkontex. Nur wirres und willkürliches Ziteren von Quellen die – wenn man sie mal vollständig liest – etwas ganz anderes darstellen.
Ok, irren ist menschlich – aber das sture Verweigern von Fakten die nicht ins Weltbild passen ist ein klares Indiz für pure Idiotie. Ein Merkmal welches durchweg bei den Rechts-außen Deppen immer wieder zu finden ist. Die (er)kennen ja nicht mal Kausalitäten in der eigenen Geschichte – wie sollen die denn dann international ernst genommen werden? Und die Drahtzieher dieses Schwachsinns sind auch immer die selben: NeoFaschistische Kräfte die garantiert kein Interesse am Wohlergehen des dt. Volkes haben – die Historie hat es hinreichend bewiesen.
Reichsdeppen verdienen den Begriff Deppen m.M.n völlig zu Recht. Einen gestalterischen diplomatischen Prozess verhindern sie ja mit allen Mitteln. Die sind schlimmer als die Kommunisten – die haben wenigstens noch Grips in der Birne – auch wenn sie nicht weiniger radikal sind...

Sonntag, 28. August 2011

Die Sache mit der Kriegsschuld

Ein weiteres Lieblingsthema eines jeden Hobby- und Berufs-Nazis ist die Frage nach der Schuld am Zweiten Weltkrieg.

Für mich gibt es hier nur eine sinnvolle Antwort: Hitler war schuld. Natürlich gab es in der Zeit zwischen den Weltkriegen einige Spannungen: Polen war zu dieser Zeit aggressiv, die Sowjetunion war undurchsichtig und man nahm an, dass sie Europa erobern wollte und schließlich waren da noch Großbritannien und Frankreich, die Deutschland gerne provozierten. Ich bin der Meinung, dass es in jedem Fall damals zu einem Krieg gekommen wäre. Dass es aber am 01.09.1939 zum Angriff auf Polen kam, war einzig Hitlers Verdienst. Seine Gefolgsleute hätten solch einen Krieg niemals ohne ihn gestartet. Ohne Hitler wäre es am 01.09.1939 nicht zum Krieg gekommen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es ohne ihn vielleicht Jahre später zum Krieg gekommen wäre, beispielsweise hätte Stalin Polen überfallen können.

Und bevor jetzt jemand mit der Begründung kommt, der Angriff auf Polen sei ein Präventivkrieg gewesen: Das kann ich mir einfach nicht vorstellen. Polen war innerhalb kurzer Zeit eingenommen, Frankreich auch. Wenn diese Länder wirklich einen Krieg geplant und dementsprechend aufgerüstet hätten, wären sie nicht so schnell besetzt worden. Dasselbe gilt auch für die Sowjetunion.

Um es nochmal zu wiederholen: Es gab zwischen den Kriegen Spannungen, die die Lage aufgeheizt haben. Dass es aber ausgerechnet am 01.09.1939 zum Krieg kam, ist einzig Hitlers Verdienst (der sich dann am Ende schön aus der Verantwortung gestohlen hat).

Samstag, 13. August 2011

Lobbys und für seine Meinung bezahlt werden

Linke, grüne und rechte Extremisten haben ein gemeinsames Argumentationsschema: Man disqualifiziert andere, indem man behauptet, sie werden für ihre Meinung von irgendjemandem bezahlt.
Suchen Sie sich bei den klassischen Online-Medien (insbes. Welt Online) ein beliebiges Thema raus, von denen sich Fanatiker angezogen fühlen (z.B. Stuttgart 21, Atom-Energie, irgendwas mit Israel). Irgendwann disqualifiziert irgendjemand die Kommentatoren mit dem "Argument", dass diese für ihre Meinung bezahlt werden (und natürlich fällt dann das böse Wort "Lobby"). Dass derjenige dafür natürlich keine Beweise hat, versteht sich von selbst.
Was für ein beschränktes Weltbild muss man für solche "Argumente" haben? Diese Menschen glauben, sie hätten die Weisheit für sich gepachtet und es kann einfach nicht sein, dass jemand eine andere Meinung hat. Die Schlussfolgerung lautet: Man kann keine andere Meinung haben, also müssen höhere Mächte dahinterstehen, die die Kommentatoren bezahlen!
Und die in diesem Zusammenhang immer wieder gern erwähnten "Lobbys" sind natürlich nur dann schlecht, wenn sie nicht den Interessen dieser Fanatiker dienen (also z.B. die Atom-Lobby und die Israel-Lobby). Dass es auch Lobbys für Öko-Strom, die Palästinenser und andere linksgrüne Dinge gibt, ist denen egal, weil diese einer "guten" Sache dienen.